Experten-Talk

6 Social Media Trends in 2016

Ein Gastbeitrag von Michael Faber (Tourismuszukunft und VIR Beirat für Social Media)

Bist Du schon bei Musical.ly, Snapchat, Tumblr, Viber und Peach? Da muss man natürlich nicht sein, aber diese 6 aktuellen Social Media Trends sollten Sie sich mal anschauen.

1)   Video-Content
Catharina Fischer, Tourismuszukunft zu Video-Content by Greg Snell

Catharina Fischer, Tourismuszukunft zu Video-Content

Bewegtbilder sind ein fester Bestandteil unserer Online-Nutzung geworden. Sich ein kurzes Video anzuschauen, um sich über Neuigkeiten und aktuelle Themen zu informieren, sich detailliert mit einem Produkt zu beschäftigen oder einen ganzen Abend unterhalten zu lassen, gehört heute zum Alltag der Online-Nutzer. Die Technologie der Smartphones erlaubt es auch heute schon dem Ottonormal-User, Videos in hervorragender Bild- und Tonqualität aufzunehmen. Naheliegend, dass Video für uns im Tourismus sehr wichtig geworden ist.

Praktische Tools fürs mobile Endgeräte sind iMovie und Splice. Technische Ausrüstungsgegenstände wie Smartphone-Halter, Selfie-Stange mit kleinem Stativ, ein großes Stativ und ein Mikrofon helfen für bessere Aufnahmen.

Im Video erzählt Ihnen meine Kollegin Catharina Fischer mehr zum Thema Bewegtbild. Vielleicht sehen wir Sie auch beim Video Summit in Leipzig, den wir zusammen mit Leipzig Tourismus am 4./5. Oktober veranstalten.

2)   Live-Streaming
Live Streaming by AchimMeurer.com

Live Streaming by AchimMeurer.com

Live-Streaming für Videos ist kein neues Thema, aber durch Apps wie uStream, Periscope. Livestream und vor allem Facebook Live ist es nun für jeden einfach nutzbar und man erreicht seine Zielgruppe.

Facebook Live bietet neben der normalen Funktion über das Smartphone auch offene Schnittstellen, mit denen sich Live-Übertragungen mit mehreren Kameras und entsprechendem Schnitt auch in ein besseres Format casten lassen. Das Format eignet sich bspw. für Live-Impressionen aus einer Destination, eine Diskussionsrunde, eine Online-Präsentation oder eben eine Live-Reportage von einer Veranstaltung oder gar einer Reise, wie es mein Kollege Günter regelmäßig macht. Im Video erzählt uns unser Kollege Günter mehr zum Thema Echtzeitkommunikation.

3)   Virtual Reality & 360°
Virtual Reality im Reisebüro Faber by AchimMeurer

Virtual Reality im Reisebüro Faber by AchimMeurer

Virtuelle Brillen und die Inszenierung von touristischen Destinationen und Produkten beschäftigen uns schon seit letztem Jahr. Gerade zuletzt wurden die Kollegen von VTL360 beim VIR Innovationswettbewerb Sprungbrett in der Kategorie Etablierte zum Gewinner gekürt, weil sie seit 2 Jahren für das Thema brennen und die Brillen mit virtuellen Reisewelten in die stationären Reisebüros bringen.

Das Erlebnis, in solch eine virtuelle Welt in 360° Panorama einzutauchen und diese mit der Kopfbewegung zu steuern, ist gigantisch. Zukünftig braucht es dazu allerdings keine klobigen Brillen mehr. Im Sommer hat Facebook durch die Freischaltung der 360° Panoramafunktion eine einfache Benutzeroberfläche für jeden User gelegt und macht es für die Reisebranche einfach, Rundum-Impressionen mit unserer Zielgruppe zu teilen.

Einfachen Content kann jeder über die Panorama-Funktion des Smartphones produzieren, die allerdings nicht die kompletten 360° abdeckt und somit das Bild durch den linken und rechten Rand begrenzt. Interessanter wird es dann schon mit einfachen 360° Kameras, die eine einfache Bild- und auch Videoaufnahme erlauben. Beispielsweise die Ricoh Theta S.

4)   Messenger Marketing

Messenger Marketing gehört sicherlich zu den derzeitig interessantesten Trendthemen im Bereich Social Media.

WhatsApp-Marketing

Urlaubspiraten auf WhatsApp

Urlaubspiraten auf WhatsApp

WhatsApp ist in Deutschland mit rund 36 Millionen monatlich aktiven Nutzern mittlerweile das größte soziale Netzwerk und hat Facebook (rund 33 Mio.) überholt. Daher sollte man als Unternehmen besonderen Augenmerk auf die zukünftigen Kommunikationswege mit dem Kunden legen, denn Messenger wie WhatsApp und der Facebook Messenger bieten interessante Ansätze, die in den nächsten Monaten durch mehr Funktionen für Unternehmen beflügelt werden dürften.

Über die acht Möglichkeiten (interne Kommunikation, Kundenservice, virtueller Reiseleiter, Reiseberatung, Sharing, Krisenkommunikation, Kampagnen, Newsletter) WhatsApp als Tourismusunternehmen zu nutzen und den Praxiseinsatz von WhatsApp beispielsweise bei den Urlaubspiraten sehen Sie mehr im Live-Stream von der Allfacebook-Marketing-Conference.

Facebook Business Messenger

Die Kommunikation von Kunden mit Unternehmen ist bereits seit einigen Jahren über die Nachrichtenfunktion der Unternehmensseiten möglich. Seit letztem Jahr kann die Messagingfunktion auch auf Webseiten genutzt werden, um Kunden den direkten Kontakt mit dem Facebook-Profil des Unternehmens zu ermöglichen. Mit dem Facebook Business Messenger erreichen wir gerade die nächste Ebene in der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen über Facebook. Als eines der ersten Anwendungsbeispiele hat die Airline KLM  die Möglichkeit integriert, Facebook für die konkrete Businesskommunikation zu nutzen. Über das Facebook Messenger Plugin auf der Website können Kunden im Buchungsprozess Benachrichtigungen über Facebook aktivieren. Über Facebook erreichen den Kunden dann die Buchungsbestätigung, eine Benachrichtigung über die Check-In-Möglichkeit, die Bordkarte und Updates zum gebuchten Flug. Ferner kann der Kunde 24 Stunden am Tag den Kundenservice per Chat kontaktieren.

Chatbots

Gerade haben wir uns an smarte Assistenten wie Siri gewöhnt, schlagen intelligente Messenger-Programmierungen über Messenger wie KIK und den Facebook Messenger auf. Automatisiert antworten diese auf konkrete Useranfragen aufgrund vorprogrammierter Kommunikationsfälle. Am besten Sie testen es selbst mit Vorhersagen von der Wetterkatze Poncho. Chatbots werden beispielsweise über Plattformen wie KIK, WeChat, Telegram, Slack und den Facebook Messenger angeboten.

Hier ein paar touristische Bots zum Testen für Sie: Kayak, Expedia, SnapTravel,

Messenger Commerce

Das Thema Messenger entwickelt sich gerade in Asien rasant weiter, der Platzhirsch WeChat bietet neben den Chatfunktionen und Netzwerken auch Businessprofile, Shopping- und Buchungsmöglichkeiten bis hin zur mobilen Bezahlung über die App. Hier ein Video dazu.

5)   Facebook Werbung

Die Werbemöglichkeiten auf sozialen Netzwerken sind mittlerweile vielfältig. Allein auf Facebook gibt es mittlerweile 13 unterschiedliche Werbeformate, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Neben den klassischen Anzeigen für mehr Fans auf der Seite und bezahlten Reichweite für Beiträge sind für viele Touristiker sicherlich die neueren Formate zur Leadgenerierung (z.B. Newsletter), Conversiongenerierung, Re-Targeting und dynamische Produktanzeigen sehr interessant.

Facebook ist neben den vielfältigen Anzeigenformaten und der enormen Reichweite vor allem durch die gigantischen Targetingmöglichkeiten sehr relevant geworden. Dabei sind über das Netzwerk Anzeigen nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Instagram und auf fremden Websites über das Audience Network buchbar.

6)   Influencer & Blogger Marketing

Immer mehr touristische Unternehmen haben es verstanden, (digitale) Multiplikatoren für die Reputation und die Reichweite ihres Unternehmens einzusetzen.

Bloggerreisen, Influencer-Kampagnen und die Arbeit mit Testimonials sind angesagter denn je. Warum? Diese sorgen für vielfältigen und sehr glaubwürdigen Content auf den verschiedenen Plattformen. Über die Blogger bzw. Influencer werden dabei Personen erreicht, welche sich nicht im Netzwerk der eigenen Kanäle befinden. Die Reichweite der Aktion steigt somit enorm. Auch neue Zielgruppen können hierdurch für ein Unternehmen erschlossen werden. Basierend auf den eigenen Zielstellungen können die Blogger bzw. Influencer ebenso dringend benötigten Content wie Fotos und Videos erstellen und zur eigenen Nutzung zur Verfügung stellen. Wichtig bei der Arbeit mit Bloggern und Influencern ist, vorab klar die eigenen Zielstellungen für die Aktion zu definieren. Und hierauf basierend entsprechend die passenden Kooperationspartner auszuwählen. Die Blogger und Influencer können dabei sowohl aus dem Reisesegment kommen, jedoch auch andere Themensparten wie beispielsweise Aktiv-/ Outdoorblogger, Foodblogger oder Lifestyleblogger bieten sich zur Kooperation an – abhängig von dem entsprechend zu kommunizierenden Thema. Im Video erzählt meine Kollegin Kristine mehr dazu.

Gerne erzähle ich Ihnen mehr über die einzelnen Themen beim VIR Kompaktseminar Social Media oder in einem spezifischen Seminar oder Webinar der Tourismuszukunft Akademie.

Michael Faber
Michael FaberGeschäftsführer Touristik bei Tourismuszukunft und VIR Beirat Social Media

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