Gemeinsam für eine zukunftsfähige und resiliente Tourismusbranche
Nachhaltigkeit in der Tourismusbranche ist heute wichtiger denn je. Reiseveranstalter, Destinationen und Unternehmen tragen gemeinsam Verantwortung dafür, Tourismus langfristig umweltverträglicher zu gestalten.
Ein wichtiger Baustein sind anerkannte Standards und Zertifizierungen wie etwa von TourCert. Sie fördern mehr Transparenz und unterstützen Unternehmen dabei, Natur zu schützen, Emissionen zu senken und nachhaltiger zu wirtschaften.
Das Umweltbundesamt betont, dass der Klimawandel und die steigenden Emissionen eine Herausforderung für die Tourismusentwicklung darstellen. Unternehmen müssen daher verstärkt darauf achten, wie ihre Reiseveranstaltungen und Reiseziele den Klimawandel beeinflussen und wie sie den CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch reduzieren können.
Auch Reisende können einen Beitrag leisten – etwa durch die Wahl von Angeboten unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte, einen bewussten Umgang mit Ressourcen und die Vermeidung von Müll. So lassen sich Umweltbelastungen reduzieren und lokale Regionen stärken.
Der VIR unterstützt eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus aktiv und fördert Brancheninitiativen. Dazu zählt auch das Engagement als Gründungsmitglied von KlimaLink. Die Initiative entstand aus dem Projekt „Klimabewusst Reisen“ von Futouris e. V. und entwickelt Standards zur einheitlichen Klimabilanzierung von Reisen.
Die Tourismusbranche befindet sich im Wandel – und Lösungen zur Reduzierung von Umweltbelastungen gewinnen dabei weiter an Bedeutung.
Was ist Nachhaltigkeit?

Lebensfähigkeit + beständige Rentabilität
faire Nutzung + lebenswerte Umwelt
gerechtes Wachstum + Fairness
Nachhaltigkeit bedeutet das harmonische Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Umweltschutz und sozialem Fortschritt. Diese drei Säulen sind entscheidend für eine nachhaltige Zukunft. Ein ausgewogenes Zusammenspiel dieser Säulen ist von entscheidender Bedeutung, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Dies erfordert das harmonische Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Umweltschutz und sozialem Fortschritt.
Ökologische Nachhaltigkeit ist die Nutzung eines Systems in einer Weise, dass dieses in seinen wesentlichen Eigenschaften dauerhaft erhalten bleibt.
Soziale Nachhaltigkeit zielt auf ein menschenwürdiges Leben ab, d.h. auf die Verteilung gesellschaftlicher Belastungen, auf Rollenverteilung, auf Verteilung von Arbeit / Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und auf Chancengleichheit.
Ökonomische Nachhaltigkeit verkörpert die Sicherung der Lebens- und Produktionsbedingungen.
Stimmen unserer VIR-Mitglieder zum Thema Nachhaltigkeit im Tourismus

AERTiCKET verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln. Als aktives VIR-Mitglied engagieren wir uns für mehr Nachhaltigkeit in der Reisebranche und treiben gemeinsam mit Partnern zukunftsfähige Lösungen voran. Durch konkrete Maßnahmen im Unternehmen, unsere ISO-14001-Zertifizierung und die aktive Mitarbeit in Brancheninitiativen leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft des Reisens.

Ich bin überzeugt: Nachhaltigkeit ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Branche. Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum sind kein Widerspruch – beides ist möglich. Nachhaltigkeit braucht Transparenz. Technologie macht nachhaltiges Handeln messbar und im Alltag umsetzbar. Als Softwareunternehmen wollen wir mit klaren Daten, digitalen Lösungen und effizienten Prozessen dazu beitragen, die Transformation der Reisebranche gemeinsam voranzutreiben.

Tourismus hat ein unglaubliches Potenzial, positive Veränderungen zu bewirken, etwas, das nicht jede Branche von sich behaupten kann. Gleichzeitig haben wir bei der nachhaltigen Entwicklung noch einiges aufzuholen. Dafür braucht es Ambition und gemeinsames Handeln in der gesamten Branche, unterstützt durch wirksame Regulierung, engagierte Unternehmen und bewusste Reisende. Der Weg wird nicht immer geradlinig sein, aber gemeinsam können wir das besondere Potenzial des Tourismus in echte und nachhaltige Veränderungen verwandeln.
Stand der Branche
Der Wunsch nach ökologisch-und sozialverträglichem Urlaub, Quelle: VIR Daten & Fakten zum Online Reisemarkt 2026
Tourismus ist in den Herzen der Menschen so stark wie wohl kaum eine andere Branche verankert. Entsprechend intensiv beschäftigt sich die Branche mit den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus. Eine Besonderheit stellt dabei die Komplexität der Branche dar, da jeder Akteur andere Auswirkungen, positive wie negative, auf die Umwelt hervorruft und man das Thema daher aus verschiedenen Perspektiven betrachten und mehrdimensionale Lösungen entwickeln muss. Der Druck dafür kommt zunehmend auch aus der Bevölkerung. In einer Studie der ReiseAnalyse von 2026 gaben 53 Prozent an, ihre Urlaubsreise gern ökologisch nachhaltig gestalten zu wollen, bei 63 Prozent soll er auch sozialverträglich sein. Darauf muss die Branche reagieren und Produkte sowie Prozesse transformieren.
Um sich dafür einzusetzen, wurde 2022 der „Transition Pathway for Tourism“ (TTP) geschaffen, mit dem ein möglichst reibungsloser Übergang des touristischen Ökosystem in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der EU angestrebt werden soll. In den 27 Themenfeldern beteiligen sich zahlreiche Akteure an dessen Umsetzung. Inzwischen sind 179 Organisationen allgemeine Verpflichtungen eingegangen, 382 konkrete Aktionszusagen wurden eingereicht, doch die Sammlung von Verpflichtungen geht weiter, um die zukunftsgerichteten Bemühungen zu intensivieren. Ergebnisse werden regelmäßig auf der Website veröffentlicht.
Nicht zu vernachlässigen sind neben in den Medien fokussierten negativen Auswirkungen des Tourismus vor allem auch die unzähligen positiven Effekte auf die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.
Ökologisch kann der Tourismus dazu beitragen, dass Schutzgebiete und natürliche Ressourcen erhalten bleiben, wenn sie durch den Tourismus einen wirtschaftlichen Wert erhalten. Gleichzeitig kann die Touristik Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien und einen bewussteren Umgang mit natürlichen Ressourcen schaffen. Aus sozialer Sicht unterstützt der Tourismus die lokale Wirtschaft, indem Arbeitsplätze geschaffen und Gebiete durch verschiedenste Infrastrukturmaßnahmen aufgewertet werden. Er kann auch dazu beitragen, dass Kultur und Traditionen erhalten bleiben, wenn sie für Touristen attraktiv sind. Der Tourismus fördert zudem interkulturellen Austausch und kann zum Verständnis zwischen verschiedenen Nationen und Kulturen beitragen. Ökonomisch trägt die Branche dazu bei, dass wirtschaftliche Aktivitäten in einer Region oder einem Land diversifiziert werden und somit die Abhängigkeit von anderen Branchen oder Märkten verringert wird, dass neue Einkommensquellen für die lokalen Bevölkerung in Erwägung gezogen werden können und so zur Armutsbekämpfung beigetragen wird.
Von besonderer Bedeutung ist es, bei touristischen Aktivitäten ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen gleichermaßen zu berücksichtigen.
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