Es gibt Belege dafür, wie einige große Plattformen ihre systemische Rolle nutzen, um ihre Marktmacht kontinuierlich auszubauen und in neue Märkte zu drängen. Sobald ein Markt zu ihren Gunsten gekippt ist, wird es für Wettbewerber und Neueinsteiger, insbesondere Start-ups, fast unmöglich, im Wettbewerb zu bestehen. Diese Entwicklung erstickt Innovationen und schadet den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Leider sind die Überbrückungshilfen bis dato weiterhin für zahlreiche Unternehmen in der Touristik nicht abrufbar. Wir möchten deshalb dringend bitten, sowohl die Bewilligungskriterien sowie auch die für die Touristik spezifischen Strukturen und einhergehenden Erlösmodelle in der Überarbeitung der weiteren Überbrückungshilfen zu berücksichtigen. Eine Berücksichtigung dieser ist elementar, damit die Hilfen auch für die Touristikbranche wirklich greifen.

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung mit der Novemberhilfe zügig ein Hilfsprogramm auf den Weg bringt, um denen, die von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders betroffen sind, schnell zu helfen. Dennoch gibt es einige Punkte, die bislang aus unserer Sicht noch nicht oder nicht hinreichend berücksichtigt worden sind.

Technologieunternehmen fordern die Kommission zur Durchsetzung ihrer Google Missbrauchsentscheidung von 2017 auf, indem der andauernden Begünstigung eigener Dienste in allgemeinen Suchergebnisseiten endlich ein Ende gesetzt wird 

Der Verband Internetreisevertrieb e.V. (VIR) begrüßt ausdrücklich die Bestrebungen der Bundesregierung, das deutsche Wettbewerbsrecht sinnvoll an das digitale Zeitalter anzupassen. Besonders hervorheben möchten wir den Ansatz, mit dem §19a GWB-RegE eine ex-ante Regel einzuführen.

Michael Buller

Die Touristik hat ihre Krisen in der Vergangenheit alleine gemeistert, doch jetzt braucht sie erstmalig echte und vollumfängliche Hilfe vom Staat“: Michael Buller, Vorstand des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR), zeigt sich besorgt über die wirtschaftliche Situation zahlreicher touristischer Unternehmen aufgrund der weltweiten Covid19-Pandemie.

Im Schreiben an das Bundesministerium der Finanzen bitten wir, dass auch kleineren Unternehmen den Zugang zu den KfW-Schnellkrediten ermöglicht und die maximale Kredithöhe für diese Unternehmen auf 350.000 Euro festgelegt wird. 

In unserem Schreiben an das BMJV bitten wir, im Interesse Zehntausender Unternehmer und ihrer drei Mio. Beschäftigten, im Interesse der reisenden Verbraucher und der Steuerzahler, die Frist für die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 31. März 2021 zu verlängern.

Wir begrüßen ausdrücklich das Bestreben der Bundesregierung, die Insolvenzversicherung im Reiserecht neu zu regeln. Die Anfang Juni vorgelegten Eckpunkte zur Neuregelung entsprechen im Wesentlichen dem niederländischen Modell des Reisegarantiefonds (SGR). Ein Modell, dass wir selbst in den vorangegangenen Gesprächen als Lösung vorgeschlagen haben. Jedoch hat sich die Lage der Tourismusbranche seit dem letzten Austausch gravierend geändert. Wir hoffen, mit unseren Ausführungen zur Neuregelung der Insolvenzabsicherung einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion zu leisten.

„Die Ignoranz der Branchenexperten durch die Bundesregierung ist schlichtweg skandalös“: Michael Buller, Vorstand des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR), übt massive Kritik am Vorgehen der Regierungsparteien bei der Neuregelung der Insolvenzabsicherung im Pauschalreiserecht.