Produkt

… das Travel Start-up Banaki

Ein Interview mit Morris Mehnert (Founder von Banaki)

Kannst du dein Start-up in einem Satz beschreiben?

Banaki Team

Banaki ist die erste intelligente Plattform für Natururlaub, die bisher unentdeckte, einzigartige Outdoor-Angebote erstmals digital buchbar macht und den gesamten Buchungsprozess durch nicht nur innovative, sondern auch inspirierende Technologien revolutioniert.

Was zeichnet euch eurer Meinung nach aus und hebt euch vom Wettbewerb ab?

Das Herzstück von Banaki ist die Verbindung aus echter Branchen-DNA und radikaler Innovation. Ich komme aus dem Camping. Ich lebe Camping. Meine Familie betreibt bereits seit den 60er Jahren einen Campingplatz, und ich selbst leite seit zehn Jahren eine Agentur, mit der ich Campingplätze erfolgreich digitalisiere. Ich weiß aus erster Hand, wo der Schuh drückt und welche Hebel man umlegen muss, um diesen Markt ins digitale Zeitalter zu führen. Dadurch schließen wir eine entscheidende Lücke: Während heute noch über 90 % des Marktes im Naturtourismus nicht über Plattformen buchbar sind, bringen wir völlig neue, einzigartige Angebote online, die bisher nirgendwo zu finden waren. Aber das ist nur der Anfang. Was uns wirklich abhebt, ist unser technologischer Kern. Wir entwickeln Features, die es in dieser Form in der Touristik noch nicht gibt! Wir gehen weg von starren Filtern, hin zu einer völlig neuen, inspirierenden Art, Abenteuer im Grünen zu planen und sofort zu buchen.

Bei welcher Gelegenheit kam die Unternehmensidee?

Wallnau Strandcamping – Familienbetrieb

Die Idee kristallisierte sich durch meine tägliche Agenturarbeit und meine eigene Herkunft heraus. Campingplatzbetreiber sind leidenschaftliche Familienunternehmer, die oft alles in Personalunion sind: Buchhalter, Marketingchef, Klempner und Gartenpfleger. In diesem Mammut-Alltag bleibt schlichtweg keine Zeit für komplexe Digitalisierungsprojekte, und im Gegensatz zum restlichen Tourismusmarkt leistet sich kaum ein Platz jemanden explizit für diesen Job. Hier tickt die Branche einfach anders.
Da ich selbst auf einem Campingplatz aufgewachsen bin, kenne ich diese Herausforderungen und „Leiden“ in- und auswendig. Das schafft ein tiefes Vertrauen, das VC-geführten Investoren, die im wachsenden Campingmarkt oft nur ihre große Chance wittern, meist verwehrt bleibt. Man wünscht sich in dieser Branche Authentizität. Banaki entstand aus dem Ziel, es den Betreibern so einfach wie nur möglich zu machen, über uns buchbar zu sein, weil wir genau wissen, an welchen Hebeln wir ansetzen müssen.

Was war der beste Ratschlag, den du fürs Gründen bekommen hast?

Der entscheidende Rat kam von meinem Vater: „Informiere dich vorher ganz genau über alle Regularien.“ Als erfahrener Betreiber wusste er, dass man dieses komplexe Thema nicht vernachlässigen darf, wenn man nachhaltig Erfolg haben will. Ohne diesen Anstoß hätte ich die bürokratischen und rechtlichen Hürden vielleicht unterschätzt. Doch wir haben uns entschieden, diese Hürden nicht nur zu akzeptieren, sondern gezielt anzugehen. Während viele Wettbewerber im Campingmarkt vor der Komplexität einer eigenen, tiefen Buchungsstrecke zurückschrecken, sind wir dieses Risiko bewusst eingegangen. Heute sind wir froh darüber, denn genau das macht uns technologisch so flexibel und unabhängig.

Was war bisher euer größtes Erfolgserlebnis und was die größte Herausforderung?

Erfolg: Unser größtes Erfolgserlebnis war kein einzelner Moment, sondern das Ergebnis eines langen, intensiven Prozesses des Vertrauensaufbaus. Am Ende dieses Weges stand das für uns überwältigende Ergebnis, dass 30 Campingplatzbetreiber allein auf Basis unserer Vision Werbeverträge unterzeichnet haben und in Vorleistung gegangen sind. Diese Unterstützung hat es uns ermöglicht, die gesamte Entwicklung von Banaki eigenständig zu finanzieren. Dass wir bis heute komplett auf Fremdkapital verzichten können und das Projekt aus eigenen Mitteln sowie dem Vertrauen der Betreiber gewachsen ist, ist für mich der stärkste Beweis, dass wir ein echtes Problem lösen.

Morris Mehnert (links) und sein Vater – Gunnar Mehnert (rechts)

Herausforderung: Die größte Hürde ist der technologische „Dschungel“ der Branche. Wir haben es mit über 20 verschiedenen PMS-Systemen zu tun, die oft nur lückenhaft gepflegt sind. Häufig sind Stammdaten nur sehr schlecht oder gar nicht digital vorhanden. Hier haben wir massiv in KI-Technologien investiert, um diese Daten für die Betreiber automatisiert aufzubereiten und anzulegen. Ohne diese Innovationen wäre ein schnelles Onboarding in diesem fragmentierten Markt unmöglich; so aber können wir den Betreibern die Arbeit abnehmen und das Angebot auf unserer Plattform rasant skalieren.

Was sind eure Pläne für die nächsten Monate?

Der Launch steht unmittelbar bevor. Unser Minimum Viable Product (MVP) geht im ersten Quartal 2026 offiziell live. Nach vielen Monaten der „stillen Arbeit“ im Hintergrund freuen wir uns riesig, endlich rauszugehen, auch wenn die finale Phase bis zum Roll-out natürlich extrem anstrengend ist. Zum Start werden wir sicher noch nicht alle Features an Bord haben, die wir uns vorstellen; wir konzentrieren uns erst einmal darauf, ein stabiles und nutzerfreundliches Fundament zu bieten. Im Laufe des Jahres werden wir dann innovative KI-Features nachlegen, die man so in der Branche noch nicht gesehen hat. Ohne zu viel zu verraten: Besonders im Bereich der Personalisierung wollen wir Wege gehen, die perfekt zu unserem Modell des individuellen Natururlaubs passen. Darüber hinaus wollen wir viele weitere Betreiber und Partner für uns begeistern. Auch im Marketing haben wir vor, kreative neue Wege zu gehen, und suchen immer Menschen, die Lust auf unkonventionelle Ideen haben. Meldet euch also gerne bei uns!

Angenommen ihr bekommt eine Finanzierung in Höhe von 500.000 Euro. Was würdet ihr mit dem Geld machen?

Unser absoluter Fokus läge auf Produkt und Technologie. Wir haben tonnenweise Ideen in der Pipeline und würden als ersten Schritt unser Tech-Team gezielt aufstocken. Wir sind fest davon überzeugt, dass das Produkt der alles entscheidende Schlüssel zum Erfolg ist: Wenn wir den Reisenden einen herausragenden Service und wirklich spannende, neue Features bieten, wird sich die Plattform durch Mundpropaganda wie ein Lauffeuer verbreiten.

Verknüpft mit kreativen Content-Ideen lässt sich mit 500.000 Euro extrem viel erreichen. Eines würden wir mit dem Geld jedenfalls nicht tun: es einfach für klassisches Performance-Marketing bei den großen Playern „verbrennen“ und darauf hoffen, dass am Ende etwas hängen bleibt. Wir investieren lieber in echte Substanz und ein Erlebnis, das die Nutzer so sehr begeistert, dass sie es von sich aus weiterempfehlen.

Banaki Präsentation durch Morris Mehnert

Wo siehst du noch Innovationspotenzial in der Touristik?

Das Innovationspotenzial ist riesig, gerade weil wir in einer der tollsten Branchen überhaupt arbeiten. Wir verkaufen Dinge, die das Leben besser und Menschen glücklich machen: Erlebnisse, an denen oft als letztes gespart wird. Wie viel Freude macht es bitte, in diesem Bereich gestalten zu dürfen?

Echte Innovation bedeutet für mich heute, dass wir Technologie und speziell KI nutzen, um die tiefen, individuellen Bedürfnisse der Urlauber endlich wirklich zu verstehen und sie mit der exakt passenden Unterkunft zu matchen. Ein Beispiel: Nicht jeder will WLAN im Urlaub. Es gibt Betreiber, die ganz bewusst darauf verzichten, um den Zugang zur Natur und die Entschleunigung zu fördern. In klassischen Bewertungssystemen werden solche Plätze oft abgestraft, weil das „Feature“ WLAN fehlt.

Hier liegt die Chance: Die KI kann verstehen, dass dieser Verzicht für eine bestimmte Zielgruppe kein Mangel, sondern ein wertvolles Benefit für einen „Tech-Detox“ ist. Sie kann Menschen mit dem Bedürfnis nach Ruhe und Technologieverzicht gezielt mit genau diesen Angeboten zusammenbringen. Das ist die wahre Revolution: KI macht individuelle und nischige Angebote wieder interessant, weil sie ihnen hilft, ohne Streuverlust die exakt richtige Zielgruppe zu finden. Wir nutzen High-Tech, um den Wert des Einfachen und Authentischen wieder sichtbar zu machen.

Welche Tipps würdest du anderen GründerInnen mit auf den Weg geben?

Traut euch, verkrustete Strukturen aufzubrechen. Hört nicht auf die Leute, die behaupten, etwas könne nicht klappen, nur weil es die letzten 20 Jahre nicht funktioniert hat. Wenn ihr euch in eurem Bereich wirklich auskennt und die Probleme eurer Zielgruppe versteht, dann verfolgt euer Ziel konsequent.

Kontaktdaten

Banaki / Kogge Digitalagentur

Memellandstraße 2

24537 Neumünster

Germany

Website: www.banaki.de

E-Mail: morris@banaki.de

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