Rückblick: Die 4. TIC & VIR Travel Start-up Night 2025 in Wien

Begrüßung der Gäste und Start-ups durch Kerstin Dohnal (TIC AT), Tim Deisinger (TIC) und Jacqueline Petzinger (VIR)
Am 11. November war es soweit, die vierte TIC & VIR Travel Start-up Night fand in Kooperation mit dem Travel Industry Club Tourismus Austria an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien statt. Es war ein spannender Abend an dem gleich sechs Start-ups ihre Visionen präsentierten und alles gaben, um sich noch einen der begehrten Plätze im Finale am 02. Dezember 2025 zu sichern sowie damit die Chance auf den Titel „Travel Start-up 2025“!
In der Moderation hat Kerstin Dohnal, Vorstandsmitglied des Travel Industry Club Tourismus Austria, durch den Abend geführt. Gemeinsam mit Kerstin richteten direkt zu Beginn Tim Deisinger, Geschäftsstellenleitung des Travel Industry Club e.V. und Jacqueline Petzinger, Stellvertretende Geschäftsstellenleitung des VIR, ein paar Worte zur Begrüßung an die Gäste und Start-up’s. Ein großes Dankeschön ging dabei an die Sponsoren: Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Forschungsinstitut für das Recht des Tourismus, der Mobilität und der Freizeitwirtschaft (FIRTour) der SFU und Mag. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der WKÖ-Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die diesen Abend möglich gemacht haben.
Ein besonderes Highlight gleich zu Beginn des Abends war die, per Videobotschaft übertragene, Begrüßungsansprache der Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus – Elisabeth Zehetner. In ihrer Rede betonte Sie die Wichtigkeit der Start-ups für die Zukunft des Tourismus. Anschließend sorgte Robert Kopka von Startmatch in seiner Keynote für Klahrheit im Förderjungle der Start-ups. Nach diesen Inspirierenden Worten hieß es für die Start-ups auch schon…
3, 2, 1… Pitch

Ralf Olk von everyonecantravel.app
Den starken Auftakt machte Ralf Olk mit everyoncantravel.app. Gegründet vom gemeinnützigen a&o educare e. V. soll everyonecantravel.app als innovative Web-Plattform die Organisation solidarisch finanzierter Klassenfahren revolutionieren. Damit löst sie ein altbekanntes Problem: Eltern mit sehr unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten müssen bislang denselben Betrag für Klassenfahrten zahlen. Die App sorgt dafür, dass jede Klasse ihren Gesamtbetrag erreicht, unabhängig davon, was einzelne Eltern beitragen können. Sie entlastet Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen und ermöglicht echte Chancengleichheit bei der Teilnahme an Klassenfahrten. Das Projekt richtet sich an tausende LehrerInnen, die alljährlich Klassenfahrten organisieren. Schätzungen zufolge finden in Deutschland jährlich ca. 60 – 80.000 mehrtägige Klassenfahrten mit ca. 1,3 bis 1,8 Mio. SchülerInnen statt. Die Nutzung der App ist kostenfrei und kann uneingeschränkt sowohl für selbstorganisierte Klassenfahrten als auch für Klassenfahrten der Schulfahrtenveranstalter oder anderer Leistungsträger und Akteure (z. B. Unterkünfte, Busunternehmen u. ä.) ohne Hürden und ohne Kosten genutzt werden. Für Schulfahrtenveranstalter, Unterkunftsanbieter (Schullandheime, Jugendherbergen, Hostels, o. ä.) werden auf Wunsch Whitelabel-Lösungen in deren CI realisiert.

Michaela Stephen von MATR
Wenn wir verreisen, spielt für die meisten Touristen bei der Auswahl des Hotels auch der Komfort eine große Rolle. Um ihren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, werden in den Hotelzimmern in regelmäßigen Abständen die Matratzen ausgewechselt. Dabei entsteht ein Verbrauch von über 3o Millionen Matratzen jährlich, was ungefähr der Größe von 20 Tsd. Eiffeltürmen entspricht! Um dieser Verschwendung von Ressourcen entgegen zu wirken bietet MATR eine kreislauffähige Matratzenlösung, die Abfall vermeidet, Kosten senkt und CO₂ spart – vom langlebigen Design bis zur vollständigen Materialrückgewinnung. In ihrem Pitch machte Michaela Stephen deutlich, dass Hotels mit den Matratzen von MATR nicht nur in Qualität investieren, sondern auch mehr dabei rausbekommen. Durch den Einkauf und Recyclingprozess der Matratzen, generiert MATR nicht nur ihren Umsatz sondern auch Nachhaltigkeit entlang der gesamten Kreislaufwirtschaft. Außerdem halten die Matratzen von MATR bis zu 1o Jahre länger als herkömmliche Matratzen, was zusätzlich zu einer Kostenersparnis für Hotels führt.

Tamara Jahl von Recruitiverse
Auch Tamara Jahl unterstützt die Hotellerie mit Recruitiverse, einer ganzheitliche Lösung zur Fachkräftevermittlung aus Drittstaaten – insbesondere den Philippinen und Indonesien. Ziel ist es eine nachhaltige Integration, langfristige Beschäftigung und spürbare Entlastung der Betriebe zu schaffen. Der akute Fachkräftemangel bedroht Qualität und Wettbewerbsfähigkeit in der Tourismusbranche, besonders in 4- und 5-Sterne-Häusern. Recruitiverse begegnet diesem Problem mit einem strukturierten, rechtssicheren und ganzheitlichen Recruitingprozess, der Visaabwicklung, Relocation und Integrationsbegleitung umfasst. Dank staatlich legitimierter Fachkräftekanäle (MoUs Philippinen 2023, Indonesien 2024) und der Rot-Weiß-Rot-Karte profitieren Betriebe von planbarer, langfristiger Personalbindung und reduzierter Fluktuation. So entstehen stabile Teams und nachhaltige Personalstrukturen. Recruitiverse unterstützt dabei nicht nur mit der Organisation der Bürokratischen Hürden und Sprachkurse, sondern hilft auch bei der Suche einer Unterkunft.

Elias Bohun und Jürgen Grünberger von Traivelling
Als viertes Start-up pitchte Traivelling. Die Idee des Start-ups entstand mit einer Zugreise nach Vietnam, so Geschäftsführer Elias Bohun. Er dachte immer, man müsse fliegen, wenn man weit weg will, bis er 2019 entdeckte, dass man mit dem Zug über Osteuropa, Russland, Kasachstan, China bis nach Südostasien reisen kann. Die Zugverbindungen waren vorhanden, die Buchung aber eine monatelange Qual. Mit Traivelling wurde eine Lösung gefunden, welche automatisiert die sinnvollste Route vorschlägt und mithilfe des Interrail-Preisvergleich einen Preisdeckel samt Echtzeitvergleich generiert. Das diese Lösung gefragt ist, wird auch an ihrer Reichweite und Umsätze deutlich. Seit Juni 2025 kann man über Traivelling seine Reise buchen und bereits über 360 Reisende haben hier gebucht. Damit werden Zugreisen nicht nur preislich genauso attraktiv wie Flugreisen, sondern ihre Vision ist es den Weg zum Ziel zu machen, für eine nachhaltigere und bewusstere Art des Reisens.

Lam Tuyen Mildenstrey von Travee
Direkt im Anschluss ging es weiter mit Travee, ein digitaler Reiseplaner, Audioguide und persönliche Assistenz in einer einzigen App vereint – intelligent, interaktiv und individuell zugeschnitten auf den jeweiligen Reisenden. Damit reduziert Travee den hohen Rechercheaufwand bei der Reiseplanung, indem es alle relevanten Informationen zum Reiseziel zentral bündelt, personalisiert aufbereitet und individuelle Rückfragen beantwortet. In ihrem Pitch zeigte Lam Tuyen Mildenstrey auf, wie der digitale Reiseplaner NutzerInnen auf ihrer Reise begleitet. Durch den intelligenten und personalisierten Audioguide wird den Reisenden ermöglicht Städte flexibel, unabhängig und unterhaltsam zu erkunden – ganz ohne starre Gruppenführungen oder überfüllte Touren. Ihre KI beantwortet Fragen in Echtzeit und kann bereits an über 100 Destinationen genutzt werden. Um die relevanten Informationen zu gewinnen, agiert Travee im Travel-Tech-Markt, der innovative Technologien nutzt, um das Reiseerlebnis individueller, intuitiver und interaktiver zu gestalten.

Sebastian Hochgatterer von Trailpulse
Zum Abschluss der Start-up Night wurde Trailpulse via Videobotschaft auf der Bühne gestreamt, denn live dabei sein konnte Founder Sebastian Hochgatterer leider nicht. Sein Einsatz war gefragt, denn seine innovative Lösung Trailpulse wurde am selben Tag eingebaut und er war live dabei! Trailpulse misst Besucherbewegungen im Outdoor-Bereich – datenschutzfreundlich, energieautark und ohne Infrastrukturbedarf – und bietet Gemeinden und Tourismusorganisationen eine fundierte Basis für nachhaltige Entscheidungen und Wertschöpfung. Dabei messen die Sensoren praktisch unsichtbar um sichtbar zu verbessern – denn diese Sensoren werden im Boden versenkt, dadurch können Radfahrer und Fußgängerbewegungen präzise erfasst und auf ein intelligentes Dashboard übertragen werden, welches für jedes Endgerät zugänglich ist. Dabei ist vor allem das einfache Selbstinstallation von Vorteil. Das Start-up bewegt sich im Markt für digitale Besucherlenkung und Freizeitinfrastruktur – einem wachsenden Segment an der Schnittstelle von Tourismus, öffentlicher Verwaltung und nachhaltiger Raumplanung.
Wer gewann die Start-up Night?
Nach diesen sechs innovativen Pitches war die Stimmung gespannt: Wer würde den Sieg davon tragen und sich einen Platz im Finale sichern? Den 1. Platz gewann Traivelling, sie haben das Publikum von ihrer Vision überzeugt und den 2. Platz konnte sich Recruitiverse sichern! Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner der vierten TIC & VIR Start-up Night 2025.

Die Gewinner der vierten Travel Start-up Night 2025: Traivelling (1. Platz) und Recruitiverse (2. Platz) zusammen mit Jacqueline Petzinger und Tim Deisinger
Ein großes Dankeschön geht an alle Start-ups für ihre inspirierenden Präsentationen, an unsere Gäste für die lebhafte Teilnahme und an unseren Gastgeber die Sigmund Freud PrivatUniversität Wien für die hervorragende Unterstützung und den Rahmen für diesen erfolgreichen Abend!
Impressionen aus Wien:
Das Finale der TIC & VIR Travel Start-up Nights 2025 findet am 02. Dezember in Frankfurt am Main statt!
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