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Rückblick: Die 3. TIC & VIR Travel Start-up Night 2025 in Berlin

Bei der dritten TIC & VIR Travel Start-up Night 2025 waren wir zu Gast bei  Juvigo & AERTiCKET in Berlin. Am 11. September 2025 durften wir fünf inspirierende Start-ups der Touristik sowie alle Gäste in der Hauptstadt empfangen. 

Um 18.45 Uhr starteten Geschäftsstellenleitung, Tamara Niedermair, TIC Geschäftsstellenleiter, Tim Deisinger und Hakan Ardic, Vice President Hospitality bei Wirelane GmbH, mit der Begrüßung der Gäste und Start-ups. Sie stellten die Agenda des Abends vor und gaben einen Überblick über die präsentierenden Start-ups. Ein besonderer Dank ging an die Gastgeber, die sich in einleitenden Keynotes kurz präsentierten und das Publikum auf die bevorstehenden Pitches einstimmten.

Eröffnungsrede durch Tamara Niedermair, Tim Deisinger und Hakan Ardic

3, 2, 1… Pitch

Den Auftakt machte Svenja Büsching von Croowy. Das Start-up hat sich zum Ziel gesetzt, Airlines und Hotels auf einer gemeinsamen Plattform zu verbinden und damit ein seit Jahren bestehendes Problem zu lösen: die Unterbringung von Crews und gestrandeten Passagieren. Bisher war dieser Prozess von Telefonaten, E-Mails und unübersichtlichen Excel-Tabellen geprägt – zeitaufwendig und wenig effizient. Croowy bietet hierfür eine Lösung, die nicht nur Airlines durch Automatisierung entlastet, sondern auch Hotels den Zugang zu neuen Kundengruppen eröffnet. Mit Croowy stehen inzwischen 1,2 Millionen Hotels auf der Plattform zur Verfügung. Manuelle Verfügbarkeiten werden durch die Integration mit Bettenbanken, Transfer- und F&B-Anbietern ersetzt, wodurch eine reibungslose Kommunikation, schnelle Belegungsauswahl in nachfrageschwachen Zeiten und ein kompletter Marktüberblick gewährleistet werden. Das erfahrene Gründerteam vereint langjährige Expertise aus Hotellerie, Airline-Management sowie Tech und bringt damit die besten Voraussetzungen mit, um die Branche nachhaltig zu verändern.

Svenja Büsching von Croowy

Als zweites Start-up stellte Danielle von Equera ihre Plattform vor. Equera digitalisiert den bislang weitgehend offline gebliebenen Community-basierten Tourismus und macht ihn für internationale Reisende sichtbar. In vielen Ländern fließen bis zu 95 % der Tourismuseinnahmen an Akteure außerhalb der lokalen Gemeinschaften – während kleine, authentische Anbieter noch immer offline sind. Equera will diese Lücke schließen, indem es lokale Betriebe digitalisiert und ihnen Zugang zu internationalen Vertriebskanälen verschafft. So entsteht ein nachhaltiger Mehrwert für Reisende, die authentische Erlebnisse suchen, und für die Gemeinschaften, die direkt von den Einnahmen profitieren. Der Fokus liegt zunächst auf Märkten im globalen Süden – etwa in Ostafrika, Zentralasien und Zentralamerika – wo bis zu 90 % der Angebote noch nicht digital verfügbar sind.

Danielle Finch von Equera

Nach einer kurzen Pause, in der sich Start-ups und Gäste austauschten, ging es weiter mit mapstudio.ai. Das junge Unternehmen hat eine KI-gestützte Plattform entwickelt, die Reiseveranstaltern und Tourismusorganisationen in wenigen Minuten individuelle Landkarten erstellt – passgenau für Routen, Highlights oder ganze Reiseerlebnisse. Damit löst mapstudio.ai ein großes Problem der Branche: Visuelle Inhalte sind heute entscheidend für Buchungsentscheidungen, die Erstellung professioneller Karten ist bislang jedoch zeitaufwendig, teuer und technisch komplex. Die KI von mapstudio.ai versteht Reisebeschreibungen und Daten, erkennt automatisch relevante Orte und visualisiert sie sofort in hochwertigem Kartenmaterial. Gegründet im Januar 2025, setzt das Start-up auf ein Geschäftsmodell mit flexiblen Nutzungsmodellen – von Flat Fees für Veranstalter bis zur nutzungsbasierten Abrechnung für Privatkunden.

Maximilian Pfennig von mapstudio.ai

Als viertes Start-up präsentierte Nox Mobility eine Vision für das Reisen der Zukunft: elegante Nachtzüge mit ausschließlich privaten Räumen – zum Preis eines Kurzstreckenflugs. Damit will das Team nicht nur Privatreisenden ein komfortableres Erlebnis bieten, sondern vor allem Unternehmen eine echte Alternative eröffnen, um ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Züge von Nox bieten Doppel-, Einzel- und Panoramabetten in vollständig privaten Abteilen sowie Lounges in jedem Wagen. Zielgruppe sind vor allem Businessreisende zwischen europäischen Metropolen mit Entfernungen von 500 bis 1.500 Kilometern, die heute fast ausschließlich fliegen. Gleichzeitig spricht Nox auch Privatreisende an – mit großer Resonanz: Bereits über 300.000 Menschen haben die Website besucht, und zehntausende stehen auf der Warteliste. Sie wollen Nachtzüge zu einer stilvollen, effizienten und nachhaltigen Alternative zum Kurzstreckenflug machen.

Janek Smalla von Nox mobility

 

Zum Abschluss des Abends stellte Onsai seine Lösung für eines der drängendsten Probleme der Hotellerie vor: akuten Personalmangel bei gleichzeitig steigenden Gästeerwartungen. Das Start-up entwickelt einen digitalen Mitarbeiter – eine KI, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch aktiv handelt. Onsai übernimmt Anrufe, nimmt Reservierungen entgegen und automatisiert zentrale Prozesse im Hotelbetrieb. Dadurch werden Teams entlastet, Buchungen gehen nicht mehr durch lange Warteschleifen verloren, und Hotels können ihren Gästen schneller und zuverlässiger antworten. Mit Abo-Modellen und nutzungsbasierter Abrechnung bietet Onsai eine kostengünstige Alternative zu zusätzlichem Personal – bereits jetzt kann die KI mehr als 70 % aller Anfragen vollständig übernehmen. Sie wollen die Hospitality-Branche mit Onsai revolutionieren: ein digitaler Mitarbeiter, der nie krank wird, immer freundlich bleibt und Hotels dabei unterstützt, ihren Gästen den bestmöglichen Service zu bieten.

Jochen Emig von Onsai

Wer gewann die Start-up Night?

Nach den spannenden Pitches hatten die ZuschauerInnen die Gelegenheit, in einer Fragerunde direkt mit den GründerInnen ins Gespräch zu gehen. Bevor der Networking-Abend begann, herrschte gespannte Erwartung im Raum: Wer würde den Sieg der dritten Start-up Night erringen? Am Ende hat Nox Mobility das Publikum mit ihrem innovativen Konzept für Nachtzüge überzeugt und sich den ersten Platz gesichert. Den zweiten Platz belegte Onsai, die mit ihrem digitalen Hotelmitarbeiter beeindruckten und zeigten, wie KI die Hotellerie revolutionieren kann.

Ein großes Dankeschön geht an alle Start-ups für ihre inspirierenden Präsentationen, an unsere Gäste für die lebhafte Teilnahme und an unsere Gastgeber Juvigo und AERTiCKET für die hervorragende Unterstützung und den Rahmen für diesen erfolgreichen Abend!

Impressionen aus Berlin:

Die nächste VIR & TIC Travel Start-up Night findet am 11. November in Wien statt!

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